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Meldungen

Die erste Meldung heute morgen war die Frage, ob ich den Autopilot vier Wochen lang testen möchte, was ich natürlich gerne tue. Bisher war er mir für das, was er kann, zu teuer. So kann man aber immer wieder mal sehen, ob es Fortschritte gibt.

Die zweite Meldung war ein neues Update. Da ist man ja immer sehr gespannt. Leider ist nichts neues dazugekommen. Es werden die Änderungen angezeigt, die ich schon hatte, aber da ich diese noch nicht beschrieben hatte, hole ich das jetzt nach.

Wer kennt es nicht. Man sitzt beim Laden im Auto und denkt “Jetzt ein Kaminfeuer und romantische Musik”. Dieses Problem haben die Tesla-Entwickler jetzt behoben.

Kaminfeuer
Kaminfeuer

Es geht sogar die Lüftung an und es wird romantische Musik gespielt, während das Feuer knistert. Ein Video konnte ich aus Platzgründen nicht hochladen.

Um die Kinder der Tesla-Fahrer auch schon mit dem Tesla-Virus zu infizieren, gibt es jetzt auch noch die Furzkissen-App. Die sorgt dafür, dass alle Grundschulkinder in der Gegend informiert werden.

Emissionsprüfmodus
Emissionsprüfmodus

Ach ja und die Sitzheizung kann man jetzt auch über die smartphone-App anschalten.

Fahrtenbuch

Da ich das Ausfüllen des Fahrtenbuchs immer furchtbar fand, habe ich eine elektronische Variante gesucht. Dabei bin auf Fleetize gestossen, da dieser auch in Kombination mit Tesla funktioniert.

Es gibt einen Tracker mit eigener Sim-Karte, die man an die ODB2-Schnittstelle schliesst und kann dann entweder im Browser oder in der zugehörigen App auswählen, ob es sich um eine geschäftliche oder eine private Anfahrt handelt. Das funktioniert sehr gut. Man hat zwar ab und an 0km-Fahrten, wenn man z.B. das Auto öffnet und wieder schliesst und die Genauigkeit der aufgezeichneten Strecken ist auch gut und innerhalb der Toleranzen. Wenn man ein Problem hat, kann man sich an den Support wenden und dieser ist sehr gut und hilfsbereit.

PIN-Eingabe

Kurz nach dem berichtet wurde, dass jemand erfolgreich einen Tesla-Schlüssel kopieren konnte, hatte Tesla ein neues Feature bereitgestellt -> die PIN-Eingabe.

D.h. man kann in den Einstellungen vorgeben, dass man vor Fahrtbeginn eine vierstellige PIN eingeben muß. Ich hatte mich relativ schnell gefragt, ob man die PIN nicht leicht erraten kann, da man ja immer Fingerabdrücke an der gleichen Stelle sehen würde. Dann ist mir heute aufgefallen, dass der Dialog für die PIN immer an einer anderen Stelle auf dem Bildschirm zu sehen ist. Das finde ich sehr durchdacht, obwohl ich es am Anfang für einen Bug gehalten habe, als der Dialog ganz rechts auf dem Screen zu sehen war :-).

Raumwunder

Auch wenn das Model S beim Parken manchmal nervt, da es so “riesig” ist, hat es dafür einen anderen Vorteil, nämlich das große Kofferraumvolumen. 

Da ich mich bewusst gegen das Schiebedach entschieden hatte, da ich es nicht oft nutze und das durchgängige Glasdach schöner finde, kann ich keine Dachbox auf das Auto montieren. Das ist aber auch nicht notwendig, wie man auf den Bildern sieht. Die Snowboardtasche ragt ins Auto bei umgeklapptem Rücksitz (sieht man auf den Bildern nicht).

Probewochenende ZOE

Da Mitte nächsten Jahres auch unser Zweitauto elektrisch sein soll, waren wir auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug. Bei den kleinen Elektro-Fahrzeugen war die ZOE naheliegend. Also ab zum lokalen Renault-Händler und schon hatten wir eine Probefahrt ausgemacht. Umso schöner, dass es ein ganzes Wochenende war.

Mit dem Auto waren wir sehr zufrieden. Es hat die richtige Größe, die Beschleunigung im Stadtverkehr macht sehr viel Spaß und auch die Rundumsicht ist sehr gut.

Das Laden mit unserem Tesla-Wall-Connector funktioniert auch. Leider hatte ich mich beim Kauf des Wall-Connectors für die 2,5 m Kabellänge entschieden. Das bedeutet, dass wir jetzt immer umparken müssten, um die Autos zu laden. Da müssen wir noch schauen, ob man ein längeres Kabel nachrüsten kann oder ob wir uns einen neuen Wall-Connector zulegen müssen.

Nun zum Finanziellen: das derzeitige Angebot des ADAC ist finanziell sehr interessant, aber leider gibt es die Angebote nur mit dem kleinen Akku. Wir hatten zur Probe ein Modell mit dem großen Akku und gemerkt, dass gerade jetzt bei Winterwetter die Reichweite nur mit 200 bis 250 km angegeben war und uns die Hälfte (kleiner Akku) nicht reichen würde, da wir dann zu oft laden müssten.

Also haben wir uns von Renault ein Angebot machen lassen und das war noch attraktiver. Als ADAC-Mitglied profitiert man von einem geringen Zinssatz für die Leasingrate und da ich Freiberufler bin, profitiere ich auch von einem Rabatt für Gewerbetreibende.

Im Juni 2019 wird das Auto geliefert und ab und an gibt es dann auch ZOE-Content.

Software-Updates

Etwas, was ich am meisten an Tesla mag sind die Software-Updates.
Während man beim Handy oder PC/MAC eher genervt ist, dass man aktualisieren muß und in dieser Zeit die Geräte nicht nutzen kann, freue ich mich bei Tesla und bin immer gespannt, was es neues gibt.

Seitdem ich das Auto habe, habe ich unter anderem folgende Verbesserungen bekommen:

  • Regensensor: den gab es tatsächlich am Anfang in meinem Auto nicht.
  • Pin-Eingabe beim Start: Das finde ich besonders gut, weil kurze Zeit vorher bekannt wurde, dass der Tesla-Schlüssel kopierbar ist und Tesla schnell reagiert hat, um einen zusätzlichen Schutz bereitzustellen.
  • Toter-Winkel-Assistent: Warnung, wenn man Spur wechseln will, obwohl in der Spur ein Auto fährt.
  • Verbesserte Navigation: die erste Version in meinem Auto war eher bescheiden, die jetzige ist schon etwas besser.
  • User-Interface neu: das war am Anfang verwirrend, weil man viele Elemente neu suchen musste. Aber nach einer Weile merkt man, dass es wirklich besser und intuitiver geworden ist.
  • Das Schöne an der Sache ist, man bekommt das Auto verbessert ohne in die Werkstatt zu fahren. Das Ganze kostet auch nichts extra.

    D.h. obwohl das Auto älter wird, bleibt es technisch, sofern es ohne Hardware-Verbesserung geht, auf dem neuesten Stand.

    Erste Urlaubsfahrt

    Mit neuem Auto hat man natürlich Lust auf eine längere Fahrt. Da war der bereits vorher geplante Urlaub nach Südtirol ein willkommener Anlass erste Erfahrungen mit einem Elektro-Auto zu machen. Es ging also nach Vals/Mühlbach, ca. 600km von uns entfernt. Die Aufregung vorher war natürlich größer als sonst: Wie ist es mit der Reichweite? Wie voll sind die Ladestationen? Was passiert bei Stau?

    Reichweite und Laden waren kein Problem. Wir mussten auf dem Hinweg drei mal halten und bevor wir mit der Pause fertig waren, kam schon meist die Push-Nachricht, man könne schon weiter fahren. Der Supercharger in Stuttgart war etwas voller, deshalb habe ich mich nach der Meldung direkt abgestöpselt und umgeparkt, obwohl der Akku noch Strom vertragen hätte. Mittlerweile ist dieser Supercharger aber massiv ausgebaut worden.

    Auf dem Fernpass hatten wir dann auch das Vergnügen zwei Stunden nahezu Stillstand zu geniessen. In dieser Zeit lief nur die Heizung und Spotify, was nicht sehr viel Energie gekostet hat und uns auch hier etwas die Angst genommen hat. Wir sind ja problemlos bei der nächsten Ladestation angekommen.

    Am Ziel war es dann noch entspannter für uns. Unser Hotel, das Hotel Huber, was wir für Familienurlaub sehr empfehlen können, hat einen Destination-Charger. D.h. wir konnten den Akku fast leer fahren und dann in der Hotel-Tiefgarage laden, was das Ganze nach einer durch viele Staus langen Fahrt umso entspannter macht.

    Durch die Tesla-App und eben der Möglichkeit immer wieder mal zu laden, konnten wir das Auto morgens auch vorheizen. Das ist auch ein Komfort, den man nicht unterschätzen darf.

    Auf dem Rückweg nach Hause mussten wir nur noch zwei mal laden. Da merkt man, wie gut die Rekuperation funktioniert. D.h. die ersten 50 km sind wir fast ohne Energieverlust gefahren.

    Fazit: Urlaubsfahrten (insbesondere Mit Kind, wo man eh Pausen machen muss) sind sehr entspannt und von unsere bisherigen Fahrten mit dem Diesel nicht zu unterscheiden. D.h. wir waren mit Elektro-Auto nicht langsamer unterwegs.

    Reiseplanung

    Wenn man daheim schon prüfen will, wie eine Reise inklusive Ladepausen aussehen würde, kann man das sehr gut mit https://abetterrouteplanner.com erledigen.

    Nach Eingabe von einigen Parametern, wie z.B. Akkugröße usw., kann man Reisen planen lassen und würde sehen, wie lange man wo halten muss und wie lange man insgesamt brauchen würde.

    Zum Spaß habe ich mal vergangene Urlaubsreisen eingetragen und gesehen, dass wir keinen Unterschied hätten zu unseren Reisen mit einem Diesel, zumal man mit Kind eh oft Pausen macht. Bei Dienstreisen, wo man schnell von A nach B will, sieht es etwas anders aus, aber auch da hält sich der Zeitverlust in Grenzen.

    Wenn sich das alles so bewahrheitet, braucht man keine Angst vor dem elektrischen Fahren haben.